Martini Kirche
Ort
Siegen, 2014

Projekte der Departments Architektur und Musik unter der Leitung von Prof. Martin Herchenröder und Prof. Ulrich Exner.
Studierende der Fächer Architektur und Musik beschäftigten sich ein Semester lang mit der Siegener Martinikirche. Ziel war es, den Kirchenraum künstlerisch mit Skulptur, Licht und Musik neu erlebbar zu machen. Die Projektpräsentation, die gleichzeitig als Installation und Performance diente, bot Einblicke in die vielfältigen Überlegungen zum Thema Raum und Musik. Der Fokus lag auf einem interdisziplinären Austausch, bei dem Standpunkte der jeweiligen Disziplin hinterfragt und abweichende Meinungen als Teil eines dialogischen Prozesses betrachtet wurden. Um einen gemeinsamen „bespielbaren“ Raum zu schaffen, griffen die Studierenden in den physischen Raum der Kirche ein: Sie entwickelten einen Kubus als raumdefinierendes Element, das Masse und Leere abbildete. Die Masse symbolisierte den voluminösen Kirchenraum, die Leere wurde mit Klängen und Licht gefüllt, um den Ort neu erfahrbar zu machen. In ihren Arbeiten erkundeten die Studierenden die architektonischen und akustischen Besonderheiten des Raums sowie die damit verbundenen Assoziationen. Eine speziell gestaltete Lichtchoreografie inszenierte den Raum und das Objekt in variantenreichen Einstellungen, die mit eigens komponierter Musik für den Anlass verbunden wurden.
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Project from the Departments of Architecture and Music under the guidance of Prof. Martin Herchenröder and Prof. Ulrich Exner
Students of Architecture and Music spent a semester exploring the Siegen Martinikirche. The goal was to reinterpret the church space artistically through sculpture, light, and music, creating a new experiential perspective. The project presentation, which also served as an installation and performance, provided insights into the diverse reflections on the themes of space and music. The focus was on interdisciplinary exchange, questioning the perspectives of each discipline and viewing differing opinions as part of a dialogical process. To create a shared "playable" space, the students intervened in the physical space of the church: they developed a cube as a defining element of the space, representing both mass and emptiness. The mass symbolized the voluminous church interior, while the emptiness was filled with sounds and light to make the space anew and more perceptible. In their work, the students explored the architectural and acoustic particularities of the space, along with the associated symbolism and associations. A specially designed light choreography staged the space and object in various configurations, closely intertwined with music composed specifically for the occasion.


